Wie werden die Anforderungen getestet?

Das Verfahren zur Erteilung des EEA-Qualitätszeichens ist im Kapitel 1 des Handbuches „Qualitätsanforderungen“ beschrieben. Die EEA unterscheidet dabei zwischen Firmen mit und ohne ISO 9000-Zertifikat. In beiden Fällen wird ein unabhängiges Audit durch einen von der EEA akkreditierten Auditor durchgeführt. Bei ISO 9000 zertifizierten Unternehmen erfolgt der Nachweis der EEA-Qualitätsanforderungen durch Vorlage aller relevanten Dokumente der Zertifizierungsorganisation. Ohne ISO 9000-Zertifikat muss das Unternehmen während des Audits in der Lage sein, die notwendigen Untersuchungsergebnisse vorzuweisen. Es muss dokumentiert sein, wer verantwortlich ist für die Untersuchungen und welche Messungen durchgeführt werden, wenn die Qualitätsanforderungen nicht erreicht werden. Entsprechende Untersuchungsergebnisse sind für jede Anwendung vorzulegen, für die das Unternehmen das EEA-Qualitätszeichen erhalten möchte.

Der EEA-Auditor verfasst anschließend einen Audit-Report mit den Ergebnissen und seinen Empfehlungen hinsichtlich der Verleihung des EEA-Qualitätszeichens. Dieser Audit-Report wird vom EEA-Sekretariat an die nationalen Verbände mit der Bitte um zustimmende Kenntnisnahme weitergeleitet. Wenn von dort keine Einwände bestehen, kann das beantragende Unternehmen für drei Jahre das EEA-Qualitätszeichen führen. Neben der Anmeldegebühr hat das Unternehmen einen jährlichen Beitrag an die EEA für die Lizenznutzung zu zahlen. Im Dreijahresrhythmus haben die von der EEA mit dem Qualitätszeichen ausgezeichneten Unternehmen durch einen entsprechenden ISO 9000-Report oder durch eine glaubhafte Versicherung des Unternehmens nachzuweisen, dass die Qualitätsanforderungen weiter eingehalten werden. Geschieht dies nicht oder werden neue Verfahren zur Emaillierung eingesetzt, erfolgt ein erneutes Audit. Die Kosten für den Auditor sind in jedem Fall vom beantragenden Unternehmen zu tragen.

 

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